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Fördermöglichkeiten für Photovoltaikanzeigen
Viele Institutionen der öffentlichen Hand nutzen verfügbare Dachflächen, um Solaranlagen zu installieren. Wenn sie ihren Ernteertrag an Sonnenenergie dann noch öffentlich machen, werden sie dreifach belohnt: Durch nachhaltig und ökologisch gewonnene Energie, ein positives Image und Zuschüsse für die Visualisierung.
Trotz der Diskussion um die Finanzierung von Fördergeldern und bereits beschlossenen Kürzungen in der Solarstromförderung darf man davon ausgehen, dass die Akzeptanz und die Attraktivität der Photovoltaik auch in den kommenden Jahren erhalten bleibt. Der Staat zieht sich letztlich auch nicht ganz zurück, sondern unterstützt auch weiterhin privates und öffentliches Engagement in die klimafreundliche Energiegewinnung.
Unter diesem Aspekt ist auch die vergleichsweise unbekannte Sondermaßnahme des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) zu sehen. Unter dem Arbeitstitel »Visualisierung - Wärme aus erneuerbaren Energien in der Schule und in der Kirchen werden Maßnahmen gefördert, die z.B. Leistungswerte oder CO2-Einsparungen in Verbindung mit Solarstromanlagen publikumswirksam sichtbar machen.
Im Wortlaut gibt das BAFA auf der eigenen Internetseite folgende Informationen bekannt (Auszug): »Maßnahmen an Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien (z.B. Solarkollektoranlagen, Biomasseanlagen, Photovoltaikanlagen usw.), die insbesondere in Berufsschulen, Technikerschulen, Berufsbildungszentren, überbetrieblichen Ausbildungsstätten bei den Kammern, allgemeinbildenden Schulen, Fachhochschulen und Universitäten oder Kirchen erfolgen und darauf abzielen, eine Visualisierung des Ertrags und/oder eine Veranschaulichung dieser Technologie zu erreichen, z.B. elektronische Anzeigetafeln in allgemein zugänglichen Räumen, werden ergänzendgefördert. Der Zuschuss beträgt höchstens 2400 Euro.«
Auch die notwendigen Antragsformulare und Kontaktmöglichkeiten finden sich auf der Internetseite www.bafa.de.
Die beschriebene Förderung bezieht sich also vornehmlich auf die bei Bildungseinrichtungen (z.B. auch Kindergärten) installierten Solarstromdisplays, die dem Publikumsverkehr entweder im Innen- oder Außenbereich zugänglich sind. Wichtig ist dabei die Feststellung, dass die Förderung zwar auf die jeweilige Bildungsstätte, nicht aber auf den Schulträger insgesamt beschränkt ist. So kann ein Schulträger mit mehreren Schulen (z.B. eine Kommune) die beschriebene Förderung auch mehrfach beantragen und in Anspruch nehmen. Des Weiteren ist die Förderung nicht an das ursprüngliche Inbetriebnahmedatum der PV-Anlage gekoppelt. Gefördert werden auch Solarstromanzeigen, die erst nachträglich installiert werden (Bild). Im Jahr 201 stehen ausreichend gefüllte Fördertöpfe für diese Maßnahme zur Verfügung.
Chancen für den Elektrobetrieb
Gerade für den eher regional tätigen Elektrobetrieb ergeben sich hieraus interessante Perspektiven. In Kenntnis der lokalen Gegebenheiten und in Zusammenarbeit mit kommunalen oder sonstigen Trägern von Bildungseinrichtungen dürfte es gelingen, Möglichkeiten zur Installation von geförderten Photovoltaikanzeigen herauszufinden. Als Mittler zwischen dem Hersteller entsprechender Displays und den Bedarfsträgern vor Ort nimmt der Fachbetrieb dabei ein ganz wichtige Beratungsfunktion wahr, die sich nicht nur auf rein technische Belange, sondern in diesem Fall auch auf die BAFA-Förderung und die Unterstützung bei deren Abwicklung bezieht.
Zur Visualisierung von Photovoltaikanzeigen in gut besuchten Publikumsbereichen eignen sich großflächige Außenanzeigen mit leuchtstarken, langlebigen LED-Zifferanzeigen in besonderer Weise. Diese können als Standarddisplays mit LED-Ziffernhöhen für Ableseentfernungen von 25 m bis 70 m und in verschiedenen Anzeigefarben (rot, gelb, grün, weiß oder blau) geliefert werden. Die LED-Anzeigen verfügen dabei - gekoppelt mit einem Lichtsensor - über eine automatische Helligkeitsregulierung, um sowohl bei Sonneneinstrahlung eine ausreichende Leuchtkraft aufzuweisen als auch ein Überstrahlen im Nachtbetrieb zu vermeiden.
Typischerweise wird für diese Solardisplays ein robustes Aluminiumprofilgehäuse verwendet, welches für den Außeneinsatz generell in Schutzart IP65 ausgeführt ist und bei Bedarf auch in kundenspezifischer Farbe pulverbeschichtet werden kann. Die Ansteuerung der PV-Anzeigen erfolgt je nach Anwendungsfall entweder durch eine S0-Schnittstelle, seriell durch RS232 bzw. RS 485 oder mittels LAN/Ethemet-Anbindung, wobei die Speisung stets durch einen 230-V-Anschluss sichergestellt wird. Durch eine individuelle Gestaltung, z. B. durch Hintergrundbilder, ist es dem Bedarfsträger über die BAFA-Förderung hinaus ggf. möglich, lokale oder überregionale Sponsoren zur Mitfinanzierung der Solarstromanzeige zu gewinnen.
pv-praxis.de 03/2011
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