Via Verkehrsgesellschaft mbH:

Modernisierung von Zeitdienstsystemen und Fahrgast-Piktogrammen

Die Via Verkehrsgesellschaft mbH ist eine kommunal-übergreifende Dienstleistungsgesellschaft im Städteverbund und steht für die Verkehrsgesellschaften Essen (EVAG), Duisburg (DVG) und Mülheim an der Ruhr (MVG). Damit stellt die Via einen wichtigen Bestandteil des Projektes „Rhein Ruhr“ dar und besitzt insgesamt acht Betriebsstandorte, davon drei in Duisburg, einen in Mülheim und vier in Essen.

Das Unternehmen verzeichnet ein Fahrgastvolumen von insgesamt rund 211 000 000 Fahrgästen p.a., beschäftigt etwa 2 800 Mitarbeiter und verfügt u.a. über fünf U-Bahnlinien mit 58 Bahnhöfen. Die Zusammenlegung der einzelnen Verkehrsgesellschaften hat Vorbildcharakter für die umfangreichen Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit. Dadurch kann die Produkt- und Dienstleistungsqualität trotz steigender Betriebs- und Investitionskosten erhalten werden, wobei man z.B. durch Erhalt und Modernisierung bereits bestehender Infrastrukturen, technische Standardisierungen oder eine Vereinheitlichung von  Fahrgastinformationsanlagen nach sinnvollen Maßnahmen zur Kostensenkung sucht.

Die Bürk Mobatime GmbH, in der Region seit Generationen namhaft vertreten durch den Systempartner Fa. Zeitdienst Walter Sorge, ist seit vielen Jahren im Bereich der Zeitdienstanlagen als Lieferant der EVAG tätig. So wurden schon im Jahre 2002  insgesamt 17 Haltepunkte der Linie U-17 mit Bahn-Außenuhren ausgerüstet. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde bei der Beschaffung unter dem Gesichtspunkt der „Life-Cycle-Kosten“ darauf geachtet, besonders langlebige und servicefähige Produkte einzusetzen. So verfügen diese Uhren z.B. über ein hochwertiges und witterungsfestes Gehäuse aus  Aluminiumprofilen, welches dank entsprechender Gehäusetechnik einen einfachen Zugang zu etwaigen Verschleißteilen wie etwa der herkömmlichen Leuchtstoffröhre oder auch für andere Wartungs- und Reparaturarbeiten  erlaubt.

Durch die Bündelung der einzelnen Verkehrsgesellschaften unter dem Dach der Via ist es einerseits möglich, das Mobilitätsangebot insgesamt ressourcen- und flächenschonend zu organisieren. Auf der anderen Seite bekennt man sich ausdrücklich zu bestimmten Klima- und Emissionsschutzzielen, indem man u.a. systematisch umweltschonende Technologien einführt. Aus diesem Grund wurde die Firma Zeitdienst Sorge im Jahre 2013 von Seiten der EVAG  aufgefordert, ein Angebot zur Modernisierung und energieeffizienten Ausstattung von Bahnhofsuhren und beleuchteten Fahrgast-Piktogrammen zu erarbeiten. Gewünscht wurde dabei, dass die neuen Uhrenmodule dank gleicher Baugröße unverändert in die bestehenden Uhrengehäuse passen und auch in Design und Anmutung nach wie vor noch den  vorhandenen Piktogramm-Modulen entsprechen sollten. Des Weiteren sollte, über den adäquaten Ersatz traditioneller  Impulstechnik-Uhrwerke hinaus, auch modernste Zeitdiensttechnologie wie z.B. selbstrichtende oder netzwerkbasierte  NTP-Uhrenansteuerung zur Anwendung kommen. Eine weitere Anforderung bestand schließlich darin, die herkömmlichen Leuchtstoffröhren durch moderne, passgenaue LED-Beleuchtungssätze zu ersetzen. Dies deshalb, um durch diese  Maßnahme  sowohl die Wartungs- als auch die laufenden Energiekosten nachhaltig senken zu können.

Auf Grundlage entsprechender Ausarbeitungen wurde der Auftrag für die energieeffiziente Modernisierung von Uhren und  Piktogrammen der Essener U-Bahnhöfe Florastraße, Martinstraße, Rüttenscheider Stern, Messe West-Süd, Messe-Ost und Universität im Jahre 2013 erteilt. Die komplette Planung, Lieferung und Abwicklung wurde dabei von Seiten der Firma Zeitdienst Walter Sorge, in enger Zusammenarbeit mit der Bürk Mobatime GmbH, realisiert.

Spezielle Vorteile, den übergeordneten Vorgaben nach technischer Standardisierung und Energieeffizienz folgend,  ergeben sich für den Kunden nun daraus, dass die Piktogramm-Module im gleichen Gehäuse wie die Bahnhofs-Außenuhr erneuert werden können. Weiterhin erzielt man einen guten Kundennutzen durch eine passgenau erstellt  LED-Hinterleuchtung, ein nahezu identisches Design der erneuerten Fahrgastinformations-Produkte sowie eine insgesamt kostengünstige Lieferung und Montage „vor Ort“ und aus einer Hand.

Da in den letzten Jahrzehnten nur wenig Instandsetzungen bzw. Erneuerungen realisiert werden konnten und die noch  bestehenden Uhrengehäuse und Zifferblätter durch langjährigen Einsatz verschlissen bzw. die Piktogramme teilweise kaum noch lesbar sind, darf man in den Folgejahren vermutlich von einem namhaften Bedarf an neuen Piktogramm- und Uhrenmodulen und einer Ausweitung des oben erläuterten, wirtschaftlich sehr effektiven Modernisierungskonzeptes ausgehen.

Veröffentlicht in:
Nahverkehrspraxis - Ausgabe 10-2014