Bewährtes hat Bestand

„Wir glauben nach wie vor an die analogen Bahnuhren, es sind einfach schöne, wertige Design-Produkte!“ Das sagt Stephan Herrmann, Geschäftsführer von Bürk Mobatime in Schwenningen.

Der Spezialist für Zeiterfassungssysteme und Spezialuhren ist ein Traditionsunternehmen, das seit über hundert Jahren neben Zeiterfassungssystemen auch Industrieuhren herstellt. Und das – so ein bisschen gegen den Trend zur stetigen Digitalisierung – auch heute noch tut. „Es sind am Markt inzwischen weniger Anbieter geworden“, so Herrmann, seine Firma ist aber nach wie vor breit und leistungsfähig aufgestellt. Bei MOBATIME sind Industrie- und Bahnuhren mittlerweile von der Kerntechnologie her „IT-Produkte“ geworden, obgleich deren intuitive Ablesbarkeit, auch von Seiten sehbehinderter oder älterer Menschen („Barrierefreiheit“), nach wie vor der wichtigste Vorteil gegenüber Digitalanzeigen ist. So gehören zu den OEM-Produkten von Bürk Mobatime unter anderem spezielle computergesteuerte Uhrwerke, die Innen- und Außenuhren steuern können, oder ganze Baukastensysteme aus Controllern, LED-Beleuchtung und Uhrwerken samt Zeiger und Zifferblatt. Ganz innovativ auch die MOBA-NMS, ein Netzwerk-Management-System, dieses erlaubt durch das intuitive Handling die gleichzeitige Verwaltung von bis zu 1000 Netzwerk-Endgeräten, und einiges mehr.

Geeignet sind die OEM-Produkte von BÜRK MOBATIME in erster Linie für Unternehmen im Nah- und Fernverkehr, gerade an Bahnhöfen für Schiene und Bus. Hiermit lassen sich beispielsweise Fahrgastinformationsanzeigen problemlos mit neuester Technik nachrüsten. Dies wird durch einzelne, fertig zusammengebaute Komponenten wie beispielsweise der Panel-Clock, einer ultraflachen Uhr mit oder ohne LED-Beleuchtung oder einzelnen Uhrwerken und Spezial-Zifferblättern, designed nach Kundenwunsch, erreicht.

Aber auch ganz konventionelle Ausstattungen gehören zum Portefeuille von Bürk Mobatime. So kann man seine hochwertige und langlebige Analog-Außenuhr, im Gegensatz zu reinen Digitalanzeigen, mit modernen oder historischen Zifferblättern und Zeigern oder auch dem Firmenlogo ausstatten, ganz individuell passend zum Gebäude. Und das auch bei Uhren mit einem Durchmesser von bis zu einem Meter, wie man sie ja gerade an alten Bahnhofsgebäuden finden kann. Steuergeräte oder Funkempfänger, und alles auch ganz speziell auf die jeweiligen Nutzer zugeschnitten – Bürk Mobatime bietet all das und dazu das Rundum-Sorglospaket samt kompetentem Service und Kundendienst. Neben einzelnen Uhrenkomponenten und „sichtbaren“ Produkten gibt es bei der BÜRK MOBATIME GmbH auch die passende Steuertechnik. Diese reicht von der konventionellen Impulstechnik bis hin zur Synchronisation kompletter Netzwerke.

Die Vorteile dieser computergesteuerten Uhren liegen auf der Hand. Mit dem EuroTime Center ETC beispielsweise kann MOBALine und Impuls-Uhrentechnik „verbunden“ werden, „das eignet sich beispielsweise dann, wenn man anbaut“. Eine Hauptuhr kann immer sicherstellen, dass die Uhr auf dem Bahnsteig richtig läuft. Tut sie dies nicht, wird automatisch nachgestellt. Und das funktioniert auch bei Stromausfall. Dann nämlich läuft die Zeit der Hauptuhr über eine Lithium-Batterie weiter und speichert die Ausfallzeit, und sobald der Strom wieder da ist, wird nachgeführt. „Nach dem Stromausfall werden die Zustände voll automatisch wieder hergestellt – ohne einen Eingriff“, erzählt Armin Seeger, technischer Leiter bei Bürk Mobatime. Die DCF-Daten, also die Informationen der Atomuhr in Braunschweig, gehen mittels Telegramm ständig an die Nebenuhren, so dass die Genauigkeit immer gewährleistet ist. Funkuhren, die diese Daten selbst einfangen, haben diese Genauigkeit zwar auch, sind aber gerade in großen Bahnhöfen oft störanfällig. Gründe dafür gibt es viele, Handys beispielsweise oder Mobilfunkumsetzer können den Funkverkehr beeinträchtigen, E-Loks, die eigenen Funksysteme von Bahnhöfen oder auch Gewitter. Mit einem in das Netzwerk eingebundenen System ist man da auf der sicheren Seite. Hier gibt es beispielsweise das Zeitverteilungssystem DTS 4802, ein NTP-basiertes Gerät, damit kann man Uhrenlinien auch gemischt betreiben. Denn so lassen sich herkömmliche Impulsuhren und selbstrichtende MOBALine-Uhrwerke miteinander verbinden. Das DTS 4802 hat eine eigene IP-Adresse, und so kann dieses Zeitverteilungssystem die NTP-Infos auf Anfrage verschicken und alle paar Sekunden nachfragen, ob die Zeit noch richtig eingestellt ist. „Es verschickt dann ständig die Zeitinformation“, erklärt Seeger. Mittels der eigenen Software kann es die Endgeräte so überwachen und bei Bedarf neu einstellen.

 

 

Veröffentlicht in:
Regiotrans 2016