Zeitverteilung

Time over Ethernet ToE

Die innovative Art der Zeitverteilung für Uhrenanlagen, IT-Infrastrukturen sowie Gebäude- und Sicherheitstechnik

Ethernet verbindet Systeme und Geräte der Informations-, Kommunikations- und Sicherheitstechnik mit unterschiedlichsten Funktionen. So können Computer, Systemdrucker, Scanner, SB-Terminals, digitale Anzeigepanels/-systeme, Kopierer, Zeiterfassungsgeräte, Zutrittskontrollsysteme, Einbruch- und Brandmeldezentralen, Telefonanlagen, Bild- und Tonaufzeichnungsgeräte je nach Bedarf zu individuellen, multifunktionalen Systemen vernetzt werden. Das seit vielen Jahren bewährte Datenprotokoll NTP schafft die Voraussetzung dafür, dass alle Komponenten eines solchen Systems, die heute so gut wie ausnahmslos über eine integrierte, lokale Uhr verfügen, auf dieselbe, sekundengenaue Zeit synchronisiert werden können.

Unter dem Begriff “Time over Ethernet ToE” bietet BÜRK MOBATIME innovative Lösungen zur sicheren Einspeisung externer Zeitsignale sowie zur wirtschaftlichen Integration von Uhren und Hauptuhren bzw. Zeitdienstzentralen in das LAN. Die wichtigsten Systemkomponenten sind Zeitserver, Network Clock Interfaces und NTP-Nebenuhrwerke.

ToE

Systemkomponenten

NTP Sekunden-Uhrwerk SEN 40

Anwendung:

Innen- und Außenuhren bis Ø 400 mm
Ein- und doppelseitige Uhren

Eigenschaften:

10/100 Mbit/s, Vollduplex
Speisung PoE oder DC-Eingang
Kommunikation UDP/IP Multicast oder Unicast
DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol)
SNMPv2c Traps, ICMP (Ping auf IP-Adresse)
Kaskade (Master + 1 Slave-Uhrwerk)
MOBATIME Software “MOBA-NMS”

Anwendung:

Innen- und Außenuhren bis Ø 800 mm
Ein- / zwei- / vierseitige Uhren

Eigenschaften:

10/100 Mbit/s, Vollduplex
Speisung PoE oder DC-Eingang
Kommunikation UDP/IP Multicast oder Unicast
DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol)
SNMPv2c Traps, ICMP (Ping auf IP-Adresse)
Kaskade (Master + 3 Slave-Uhrwerk)
MOBATIME Software “MOBA-NMS”

Die DTS 480x.masterclock wurde speziell als Zeitserver für Netzwerkumgebungen entwickelt. Sie dient den am Netzwerk angeschlossenen Geräten als NTP-Zeitreferenz. Die Synchronisation des DTS 480x kann wahlweise mit Zeitsignalempfängern (AD 650 für DCF 77 oder GPS 4500) und/oder durch einen anderen NTP-Server im LAN oder Internet erfolgen.

Im Zeitalter der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) gibt es kaum noch ein Büro- oder Verwaltungsgebäude ohne ein lokales, kabelgebundenes Netzwerk (LAN). Auch die meisten älteren gewerblichen und öffentlichen Gebäude sind bereits mit dieser Technologie nachgerüstet.

Seit den 90-er Jahren ist Ethernet die meistverwendete LAN-Technologie. Sie verbindet heute nicht mehr nur Geräte innerhalb eines Gebäudes, sondern auch Geräte und Systeme über weite Entfernungen. Aus der Nutzung solcher Netzwerke zur Zeitsynchronisierung von Uhren, Uhrenanlagen und Zeitdienstzentralen – zusätzlich zu allen anderen eingebunden “Clients” – können erhebliche Vorteile gewonnen werden:

  • Der Installationsaufwand für vernetzte Uhrenanlagen lässt sich drastisch reduzieren.
  • Das gesamte Netzwerk mit allen Komponenten/Systemen ist auf dieselbe sekundengenaue Zeit synchronisiert.
  • Ein ganz wesentlicher Vorteil kann sich aus der Einbindung einer Computerhauptuhr (zum Beispiel Euro-Time Center ETC) ergeben: Sie kann über das Network Clock Interface NCI via DCF 77-Signal synchronisiert werden und bis zu 160 Impuls- oder bis zu 110 selbstrichtende Nebenuhren steuern.
  • Ein LAN-basiertes Zeitdienstsystem kann von jedem Rechner im Netz aus bedient, programmiert und überwacht werden. Störungen, Fehlermeldungen und Alarme werden über Alarmrelais, mit SNMP-Traps oder E-Mails signalisiert.
  • Die MOBATIME-Software “MOBA-NMS” ermöglicht die Parametrierung und Überwachung von Clients im LAN. Sofern die Uhren am Netz über das neue, LAN-fähige MOBATIME-Uhrwerk verfügen, kann sogar mit einem Blick festgestellt werden, ob alle Uhren präzise funktionieren.
  • Mit dem Network Clock Interface können auch nicht LAN-fähige vorhandene Hauptuhren und Uhren an das LAN angeschlossen werden. Die Verkabelung lässt sich dadurch auf “Stichleitungen” zu den einzelnen Endgeräten reduzieren. Durch die Verwendung von Multicast-Zeitpaketen ist keinerlei Netzwerkadministration auf Client-Seite notwendig.